{"id":473,"date":"2014-09-17T10:07:15","date_gmt":"2014-09-17T09:07:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.eilandgalerij.nl\/site\/paaseiland-2\/"},"modified":"2023-07-23T13:59:45","modified_gmt":"2023-07-23T12:59:45","slug":"osterinsel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.eilandgalerij.nl\/de\/osterinsel\/","title":{"rendered":"Osterinsel"},"content":{"rendered":"<h1>EINE OSTERINSELSKULPTUR AUF TEXEL?<\/h1>\n<p>Vor drei Jahrhunderten, am 1. August 1721 verlie\u00df der damals 62 Jahre alte Jacob Roggeveen die Reede von Texel mit einer Flotte der W.I.C. (West Indische Compagnie). Mit drei Segelschiffen ging man auf Suche nach \u201cHet Onbekende Suydtland\u201d- dem unbekannten S\u00fcdland. Man vermutete damals einen Kontinent, irgendwo westlich von S\u00fcdamerika, und\u00a0 Roggeveen erhoffte mit seiner Expedition diesen zu finden. Indes, neues Land, wo man h\u00e4tte Handelsposten aufbauen k\u00f6nnen, wurde nie gefunden.<br \/>\nDennoch war es Jacob Roggeveen, der Ostern 1722 als erster Europ\u00e4er seinen Fu\u00df<br \/>\nauf eine kleine vulkanische Insel im Pazifik setzte.<br \/>\nSeit der Zeit ist die Insel, die bereits Jahrhunderte von Polynesiern bewohnt wurde, bekannt als Osterinsel, Easter Island oder Isla de Pascua.<br \/>\nDie Bewohner allerdings nannten ihre Insel \u201cTe Pito O Te Henua\u201d \u2013 Der Nabel der Welt!<br \/>\nSp\u00e4ter wurde der Name \u201cRapa Nui\u201d \u00fcblich, zu deutsch: gro\u00dfer Fels.<\/p>\n<p>Im 18.Jahrhundert war die Insel bereits kahl und ohne B\u00e4ume; es war keine Rede von S\u00fcdsee-Palmenidylle! Als Handelsposten war sie f\u00fcr die W.I.C. nicht interessant. Die Flotte segelte weiter in westliche Richtung und gelangte in das Gebied der V.O.C. (Verenigde Oost Indische Compagnie)- mit fatalen Folgen: Roggeveens Schiffe, wurden in Batavia (Jakarta) von seinen eigenen Landsleuten in Beschlag genommen. Entt\u00e4uscht und mittellos\u00a0 kehrte er zur\u00fcck nach Holland.<br \/>\nDie Expedition war gescheitert, seine Hoffnung gegr\u00fcndet auf die Vision\u00a0 und die Seekarten seines Vaters- war verflogen.<br \/>\nSein Name aber sollte f\u00fcr immer verbunden bleiben mit der \u201cEntdeckung\u201d von Paasch Eyland, der Insel mit den geheimnisvollen Skulpturen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Bewohner des \u201cNabels der Welt\u201d waren der Name Roggeveen und seine Weltreise von der Reede von Texel Grund genug, 250 Jahre sp\u00e4ter mit der Gemeinde Texel in Verbindung zu treten. 1972 schlug der Gemeinderat der Osterinsel vor, eine Partnerschaft zwischen den Inseln einzugehen. Eine gute Idee, die aber die Texelaner nicht wirklich ansprach.<br \/>\nDie Osterinsel war wohl in mehrfacher Hinsicht einfach zu weit entfernt. Zudem war die Anfrage politisch heikel. Die Insel geh\u00f6rt seit 1888 zu Chile, das im Jahr 1972 von heftigen Unruhen ersch\u00fcttert wurde. Als Antwort auf die Initiative der Osterinsulaner schickte Texel lediglich eine Flagge, ein Wappen und eine Ferienbrosch\u00fcre, versehen mit guten W\u00fcnschen. Die Anfrage kam ins Archief und wurde vergessen.<\/p>\n<p>Nicht jedoch von Niek Welboren, der bereits seit seiner Jugend, nach dem Lesen von Thor Heyerdahls \u201cAku Aku\u201d von einer Reise auf die Osterinsel tr\u00e4umte. 1972 illustrierte er einen Bericht \u00fcber die Anfrage und Anfang der achziger Jahre unternahm er erste Versuche den Kontakt zwischen den beiden Inseln wiederzubeleben. Seine Bitte, sich hierf\u00fcr einzusetzen und mitzuarbeiten fand jedoch bei den zust\u00e4ndigen Beamten zun\u00e4chst kein Geh\u00f6r.<\/p>\n<p>1990 gelang es ihm dann doch noch seinen Plan als \u201cMaler- Gesandter\u201d in Umlauf zu bringen und der Anfrage der Osterinsulaner Inhalt zu geben. Seine Ideen und seine k\u00fcnstlerische Sichtweise regten das Vorstellungsverm\u00f6gen jetzt doch noch an. Er bekam die n\u00f6tige Unterst\u00fctzung von Institutionen und Freunden.<br \/>\nDer Botschafter von Chile und die Gemeindeverwaltung von Texel wollten mitarbeiten und eine gro\u00dfe Anzahl Freunde gaben ihre Unterschrift f\u00fcr einen\u00a0 sogenannten \u201cOsterinseldruck\u201d.<br \/>\nMit dem Vorverkauf von nach der Reise zu liefernden Kunstdrucken, wu\u00dfte er sein kostspieliges Abenteuer zu finanzieren.<br \/>\n1992 lebte Niek Welboren von Mitte Januar bis Ende Mai als Maler und Gesandter auf der Insel seiner Tr\u00e4ume. Er hatte sich vorher ein Bild gemacht, aber die Insel mit eigenen Augen zu sehen und die \u201cWirklichkeit\u201d ihres Geheimnisses zu erleben, \u00fcbertroff all seine Erwartungen. Er schrieb seine Eindr\u00fccke auf f\u00fcr Freunde und Menschen zuhause, die seine Aktion unterst\u00fctzt hatten; die Texelse Courant ver\u00f6ffentlichte seine Beitr\u00e4ge als Reisebericht.<br \/>\nW\u00e4hrend seines Aufenthaltes entstanden mehr als achtzig Zeichnungen.<br \/>\nNiek Welboren suchte Kontakt zur Bev\u00f6lkerung und zur Inselverwaltung. Die Initiative im Blick auf eine Partnerschaft mit Texel, die mittlerweile zwanzig Jahre zur\u00fccklag, war auf Rapa Nui noch nicht vergessen.Die Reise von Niek Welboren als Maler und Absandter von Texel\u00a0 erregte die Aufmerksamkeit u.a. des \u00f6rtlichen Radiosenders. Die Idee, auf Texel eine Skulptur machen zu lassen wurde mit Begeisterung aufgenommen, und die Bildhauer standen sozusagen Schlange. Es war nicht einfach, den geschicktesten K\u00fcnstler auszusuchen, denn auf der Insel hackt und schnitzt beinahe jeder. Eine Bevorzugung des einen oder anderen war noch sehr heikel.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich fiel die Wahl fiel auf Bene Aukara Tuki Pate, der bereits von den Insulanern zum besten Bildhauer von Rapa Nui ernannt worden war.<br \/>\nEr teilte den Idealismus von Niek, der kulturellen Verbindung k\u00fcnstlerisch Inhalt zu geben. Er verstand, da\u00df die Mittel f\u00fcr das Projekt auf Texel beschr\u00e4nkt waren. Bene bot an, f\u00fcr Reise- und Aufenthaltskosten einen Moai aus Stein zu hauen. Ein gro\u00dfz\u00fcgiger Vorschlag!<br \/>\nIm Sommer 1993 verwirklichte er innerhalb von zwei Monaten eine einmalige Skulptur als bleibendes Symbol der Verbindung zwischen zwei gleich gro\u00dfen, aber total verschiedenen Inseln. F\u00fcr seinen schwere k\u00f6rperlichen Einsatz verlangte er kein Honorar, weil er es als Ehre ansah die Skulptur f\u00fcr und auf Texel zu machen. F\u00fcr den Bildhauer von Rapa Nui war das Projekt auf Texel und die Reise nach Europa ein einmaliges Erlebnis. Er hatte vor allem viel Erfahrung mit dem Schnitzen von Holzskulpturen, diese erste gro\u00dfe Arbeit in Stein war f\u00fcr ihn eine echte Heraus-forderung. Sp\u00e4ter folgten noch mehrere Steinskulpturen u.a. in Chile, Italien und Japan.<br \/>\nF\u00fcr Zuschauer war es ein unverge\u00dfliches Erlebnis Bene Tag ein, Tag aus eifrig mit einem Holzbeil an der Arbeit zu sehen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Entstehung des Moais wurde auch traditionelle Holzschnitzkunst des Bildhauers ausgestellt. Dies in Kombination mit den Zeichnungen, die Niek Welboren von seiner Reise mitgebracht hatte.<br \/>\nDie Skulptur wurde festlich enth\u00fcllt durch Ana Maria Arredondo, der Ehefrau von Bene, und von Stefan te Velde (dem Sohn des bekannten Weltseglers), der auf der Osterinsel geboren wurde. Wissenschaftler, Gemeindebeamte, Kulturreferenten, Freunde und Familenmitglieder des Bildhauers waren Zeugen dieses besonderen Moments. Das symbolische Ereignis bei der Eiland Galerij und der Proze\u00df, der ihm voranging, wurde unentgeltlich auf Film festgelegt durch AV Video.<br \/>\nDie offizielle Enth\u00fcllung war f\u00fcr alle Beteiligten ein unverge\u00dflicher H\u00f6hepunkt und Vollendung des k\u00fcnstlerisch und kulturellen Projektes.<\/p>\n<p>Die Osterinselskulptur auf Texel, genannt \u201cDer Tr\u00e4umer von Rapa Nui\u201d ist in vieler Hinsicht einzigartig. Ihre Entstehung verdankt sie dem Idealismus der K\u00fcnstler und dem Einsatz von Freunden. Der Tuffstein von (6000 kg!) kam aus Ettringen in der Eifel. Stein, Transport, Reise- und Aufenthaltskosten des Bildhauers und andere Kosten des Projektes wurden von engagierten Unternehmern in Eierland, der TESO (Texels Eigen Stoomboot Onderneming) und der Gemeinde Texel bezahlt.<\/p>\n<p>Mit dem \u201cTr\u00e4umer von Rapa Nui\u201d in Eierland, mit seiner Nase in die Richtung der kleinen vulkanischen Insel im Pazifik, ist Texel f\u00fcr immer verbunden mit dem \u201cNabel der Welt\u201d!<br \/>\nEin zeitloses Symbol, bereits Geschichte\u2026jetzt wo die Welt durch die ungekannten digitalen M\u00f6glichkeiten und die Flut an Informationen durch das Internet kleiner wird.<\/p>\n<p><a title=\"Rapa Nui Gallery\" href=\"http:\/\/www.aukara.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bene Aukara Tuki Pate<\/a> hat eine eigene Galerie in Hanga Roa auf der Osterinsel.<br \/>\nDie Impressionen von Niek Welboren sind permanent auf Texel zu sehen.<\/p>\n<h1><span style=\"color: #ff0000;\">\u00a0<\/span><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>EINE OSTERINSELSKULPTUR AUF TEXEL? 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